DS-Rendite-Fonds Nr. 132 Activity und DS Agility GmbH & Co. Containerschiffe KG


Aktuelle Situation des Fonds/Hintergründe

Der Fonds wurde im Jahr 2008 aufgelegt. Kapitalanleger beteiligten sich mit einer Mindestsumme von 20.000,00 € zzgl. 5 % Agio an der DS Activity und DS Agility – zwei Feedervollcontainerschiffe. Anleger hatten die Möglichkeit, sich über zwei Beteiligungsformen - Dynamik-Kapital oder Garant-Kapital - an dem Fonds zu beteiligen. Für die Variante Dynamik-Kapital werden in dem Prospekt Ausschüttungen von 8,0 % p.a. in 2009 steigend bis 14,0 % p.a. im Jahr 2025 prognostiziert. Die Variante Garant-Kapital bietet laut Prospekt eine höhere Anlagesicherheit, da es gegenüber dem Dynamik-Kapital bevorrechtigt ausgezahlt werden soll. Die prognostizierten Auszahlungen dieser Beteiligungsform betragen 5,75 % bezogen auf das eingezahlte Beteiligungskapital ohne Agio beginnend im Jahr 2008 (in 2008 anteilig). Rund 80 % des Beteiligungskapitals wurde von Dynamik-Kommanditisten gezeichnet.

Die Anleger haben keine Ausschüttungen erhalten.

Die Fondsverwaltung Dr. Peters GmbH & Co. KG teilte den Anlegern mit Rundschreiben vom 14.05.2010 mit, dass sich die Fondsgesellschaft in einer wirtschaftlich sehr angespannten Situation befinde. Ursächlich soll laut Fondsverwaltung die bis bisher größte Schifffahrtskrise sein. Ohne ein kurzfristiges Gegensteuern könne der Fortbestand der Gesellschaft nicht gewährleistet werden. Mitte 2010 sah sich die Fondsverwaltung daher gezwungen, ein Restrukturierungskonzept auszuarbeiten. Die Gesellschafter wurden mit Rundschreiben vom 11.06.2010 gebeten, frisches Kapital in Höhe von bis zu 20 % ihres ursprünglichen Beteiligungskapitals zu leisten.

Sofern es der Fondsverwaltung nicht gelingt wieder ausreichend Liquidität herzustellen, besteht das Risiko des Insolvenz des Fonds. 

Rechtliche Anhaltspunkte

Wir vertreten bereits Anleger gegen die verschiedenen Beteiligten, die an der Auflegung und dem Vertrieb des Fonds beteiligt waren. Erfolg versprechende Ansatzpunkte sehen wir insbesondere in folgendem Umstand:

Keine Aufklärung über Kick-Back-Zahlungen

Seite 32 des Verkaufsprospekts der Dr. Peters GmbH & Co. Emissionshaus KG enthält eine Prognose über die Mittelherkunft und Mittelverwendung. Dort sind unter anderem die Kosten für den Vertrieb und Einwerbung des Beteiligungskapitals mit einer konkreten Summe zzgl. 5 % Agio ausgewiesen. Auf Seite 55 wird hierzu unter der Überschrift „Vertrieb und Platzierung“ ausgeführt, dass es sich hierbei um eine Vergütung handelt, die die Dr. Peters GmbH & Co. Emissionshaus KG für die Vermittlung des Emissionskapitals erhält. Weitere Empfänger von Vergütungen sind dort nicht aufgeführt.

Uns ist aber bekannt, dass dieser Hauptvertrieb mit diversen Vertriebspartnern, insbesondere auch mit der Postbank Finanzberatung AG, Vertriebsvereinbarungen geschlossen hat, wonach Provisionen geleistet wurden.

Der Aspekt des Vertriebs der Beteiligungen über Banken ist für Anleger interessant. Denn die Bankberater hätten ihre Kunden darüber informieren müssen, dass sie für die Vermittlung der Beteiligung eine Vergütung erhalten. Der BGH hat dies kürzlich mit Hinweisbeschluss vom 09.03.2011 klargestellt (Az.: XI ZR 191/10). Demnach sind Zahlungen an die Bank aus den im Prospekt offen ausgewiesenen Vertriebskosten, ohne dass die Bank als Empfänger der Zahlungen angegeben wurde, als aufklärungspflichtige Rückvergütungen („Kick-Backs“) anzusehen. Eine Aufklärung über die Zahlung von Rückvergütungen an eine Bank erfolgt in dem Verkaufsprospekt zum DS-Fonds Nr. 132 DS Activity und DS Agility an keiner Stelle.

Hinweis für Anleger

Die vorgenannten Informationen können eine ausführliche, auf den konkreten Einzelfall zugeschnittene Rechtsberatung nicht ersetzen. Falls Sie sich an der DS-Rendite-Fonds Nr. 132 Activity und DS Agility GmbH & Co. Containerschiffe KG beteiligt haben und Sie mit der Entwicklung des Fonds unzufrieden sind, empfehlen wir Ihnen, Ihre Ausstiegsmöglichkeiten von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Falls Sie nähere Informationen zu diesem Thema und zu unserer auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei wünschen, kontaktieren Sie uns gern. Sie können hierzu unseren Allgemeinen Fragebogen ausfüllen oder uns auch unter der Telefonnummer 0211 69002-68 direkt telefonisch kontaktieren.

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