29.08.2013

Premium Capital: Schiffsfonds MS PCE Madeira insolvent – Anlegern droht Totalverlust


Schlechte Nachrichten erreichen derzeit die Anleger des Premium Capital Schiffsfonds MS PCE Madeira. Der Fonds ist insolvent, das Containerschiff muss verkauft oder verschrottet werden. Nach Angaben des fondstelegramms wurde das Insolvenzverfahren am AG Reinbek bereits eröffnet (Az.: 8 IN 160/13).

Das Containerschiff, Baujahr 1994, wurde 2010 in einen PCE-Fonds eingebracht. Die geplante Fondslaufzeit sollte nur fünf Jahre betragen und das Schiff bereits 2014 schuldenfrei sein. Doch der Markt entwickelte sich anders als erhofft. Eine erste Krise konnte dadurch überbrückt werden, dass die Anleger noch einmal zusätzliches Kapital in den Fonds investierten. Nun ist dennoch das Aus gekommen. Denn selbst ein Verkauf bzw. die Verschrottung des Containerschiffes kann die Schulden nicht mehr decken. Den Anlegern droht durch die Insolvenz der Totalverlust ihres investierten Kapitals.

„Soweit muss es aber nicht kommen“, sagt Dr. Thomas Meschede, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht der Kanzlei mzs Rechtsanwälte. Denn in vielen Fällen liegt bei der Vermittlung von Schiffsfonds eine fehlerhafte Anlageberatung vor, die den Anspruch auf Schadensersatz begründen kann. So wurden Schiffsfonds häufig als sichere Kapitalanlagen beworben ohne dass die Anleger auf die erheblichen Risiken ihrer Investition hingewiesen wurden. Dr. Meschede: „Im Fall des Schiffsfonds MS PCE Madeira erscheint mir dies besonders bemerkenswert. Denn der Fonds wurde Ende 2010 aufgelegt. In einer Zeit als die Containerschifffahrt schon eine schwere Krise hinter sich hatte und nur eine leichte Erholung zeigte. Wenn in diesem Zusammenhang immer noch von einer sicheren Kapitalanlage mit hohen Renditechancen und geringem Risiko gesprochen wurde, ist dies schon sehr fragwürdig.“

Daher sollten Anleger des Schiffsfonds MS PCE Madeira, die nun um ihr Geld fürchten, ihre Anlage von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht auf mögliche Schadensersatzansprüche überprüfen lassen. Dr. Meschede: „Die Chancen dafür stehen sicher nicht schlecht.“

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