01.07.2013

Moeller-Maersk: Ein Containerschiffsriese in Zeiten der Krise


Das dänische Unternehmen Moller-Maersk unterhält die weltweit größte Containerschiffsflotte. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Kopenhagen auch in der Öl- und Gasförderung sowie im Betrieb von Häfen tätig. Die Containerschiffsflotte war aber lange Zeit das Kerngeschäft von Moeller-Maersk und hier waren die Dänen auch der Branchen-Primus.

Moeller-Maersk wurde 1904 als Dampfschiffgesellschaft  gegründet und seit 1928 investiert das Unternehmen in Tanker. Seit 1993 ist Moeller-Maersk die größte Containerschiffsreederei der Welt. Sie unterhält eine Flotte von mehr als 250 Schiffen, überwiegend Containerschiffe und Tanker, mit einer Kapazität von mehr als 12 Millionen Registertonnen.

Seit der Finanzkrise 2008 steckt die Schifffahrt jedoch in der Krise und trotz leichter Erholung ist ein Ende nicht abzusehen. Diese Entwicklung ging auch an dem Container-Riesen nicht spurlos vorbei.  Im Jahr 2011 fuhr die Reederei-Sparte des Konzerns einen Verlust von mehr als 500 Millionen Dollar ein. Ende 2012 kündigte Nils Anderson, Vorstands-Vorsitzender bei Moeller-Maersk, an, in den kommenden fünf Jahren nicht mehr nennenswert in das Containergeschäft investieren zu wollen. Stattdessen sollten die anderen Geschäftssparten des Konzerns ausgebaut werden.

Dessen ungeachtet nahm Moeller-Maersk im Juni 2013 das bis dato größte Containerschiff der Welt in Betrieb – die „Maersk Mc-Kinney-Moeller“. Das rund 400 Meter lange und fast 60 Meter breite Schiff bietet Platz für mehr als 18.000 Container.  Auch andere Reedereien setzen vermehr auf solche Container-Riesen. Denn bei einer wesentlich höheren Ladekapazität verbrauchen sie nicht viel mehr Treibstoff als kleinere Schiffe. Das heißt aber nicht automatisch, dass die großen Containerschiffe viel günstiger unterwegs sind als kleinere Schiffe. Denn aufgrund der vielen Container liegen sie auch länger im Hafen, so dass höhere Liegegebühren anfallen und wegen des größeren Tiefgangs können auch nicht alle Häfen angesteuert werden.

Auf Grund der anhaltenden Krise der Schifffahrt schlossen sich die drei größten Containerschiffbetreiber vor wenigen Wochen zu einer Allianz zusammen: Neben Moeller-Maersk sind dies die MSC Mediterranean Shipping Company und CMA CGM.

Branchenexperten sehen zwar eine leichte Erholung in der Schifffahrt , gehen aber davon aus, dass die Transportkapazitäten deutlich schneller ansteigen werden als die Nachfrage. Die Lage bleibt für die Reeder und damit auch für die Anleger also weiter schwierig.

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