08.03.2013

HCI Schiffsfonds MS Elena insolvent


Wieder funkt ein HCI Schiffsfonds S.O.S: Wie das Fondstelegramm berichtet, meldete der Fonds MS Elena beim Amtsgericht Itzehoe Insolvenz an (Az: 28 IN 35/13). Den Anlegern droht damit der Schiffbruch, sprich der Totalverlust ihrer Kapitalanlage. „So weit  muss es aber nicht kommen“, beruhigt Dr. Thomas Meschede, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht von mzs Rechtsanwälte. „Gerade bei Schiffsfonds zeigt sich immer wieder, dass die Anleger falsch beraten wurden. Diese Falschberatung kann häufig einen Anspruch auf Schadensersatz begründen.“

HCI platzierte den Schiffsfonds MS Elena 2006 am Markt. Eine Erfolgsgeschichte war er nicht. Die Anleger wurden nicht gerade mit Ausschüttungen verwöhnt.  Jetzt folgt die letzte Fahrt – geradeaus in die Insolvenz. Die Anleger hatten ganz sicher andere Erwartungen. Genau diese  falschen Erwartungen werden oftmals in den Beratungsgesprächen geweckt. „Unsere Erfahrung zeigt, dass Schiffsfonds immer wieder als sichere Kapitalanlage oder gar Altersvorsorge angepriesen wurden. Das sind sie aber nicht. Im Gegenteil: Sie sind einem enormen wirtschaftlichen Risiko ausgesetzt, wie die andauernde Krise der Schifffahrt zeigt. Im Beratungsgespräch müssen die Anleger aber genau über diese Risiken bis hin zum Totalverlust der Kapitalanlage aufgeklärt werden. Ist dies nicht geschehen, begründet das den Anspruch auf Schadensersatz“, erklärt Dr. Meschede.

Auch die fehlende Transparenz über Rückvergütungen, die an den Bankberater für die Vermittlung der Anlage fließen, kann den Anspruch auf Schadensersatz begründen. „Über diese Provisionszahlungen, die so genannten Kick-Backs, muss der Anleger informiert werden.  Die aktuelle Rechtsprechung ist da eindeutig“, so Dr. Meschede.

Für die Anleger des Schiffsfonds HCI MS Elena besteht also durchaus noch Hoffnung, ihr investiertes Kapital zu retten. Dazu sollten sie sich aber an einen versierten Anwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

 

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